Bonitätsprüfung potentieller Mietinteressenten

Die Anzahl der überschuldeten Haushalte steigt stetig, die aktuellen Zahlen sprechen von offiziell rund drei Millionen bestätigten Fällen.

Ein Beitrag von: Manuela Bienk, Senior Managerin Vermietung / Immobilienberaterin bei Citymakler Dresdenmb@citymakler-dresden.de

Weshalb sollte geprüft werden

Die Anzahl der überschuldeten Haushalte steigt stetig, die aktuellen Zahlen sprechen von offiziell rund drei Millionen bestätigten Fällen. So schwierig die Situation der Betroffenen auch sein mag, als Vermieter sind Sie darauf angewiesen, dass die Mietzahlungen pünktlich und zuverlässig eingehen. Um das abzusichern, ist eine Bonitätsprüfung vor Mietvertragsabschluss absolute Bedingung. Denn auch der Vermieter hat in der Regel selbst finanzielle Verpflichtungen zu bewältigen und trägt Verantwortung für die gesamte Immobilie.

Wie sollten Sie oder Ihr Makler prüfen

Das Bauchgefühl und die Sympathie sind vielen Vermietern sehr wichtig. An erster Stelle jedoch steht die Bonität der potentiellen neuen Mieter. Hier zählt meiste für den Vermieter vorrangig, ob er den Mietzins pünktlich und regelmäßig von seinen Mietern erhält, weniger die Renditeoptimierung.


Jeder Vermieter und auch Makler freut sich auf vollständige Bewerbungsunterlagen, auch gerne bereits zum Besichtigungstermin. In der Regel wird jeder professionelle Makler vorab ein Gespräch über und mit den Interessenten führen und die Gegebenheiten der Immobilie sowie relevante Eckdaten besprechen. Es dürfen nur Fragen gestellt werden, die den Mieter gem. § 19 Absatz I Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) nicht benachteiligen. Fragen zur ethnischen Herkunft, sexuellen Neigungen, Schwangerschaft, Rauchverhalten, politischen Haltungen oder Behinderungen dürfen nicht gestellt werden.


Einen großen Stellenwert bei der Bonitätsprüfung sind die Vorlage der Einkommensnachweise, bei Berufsanfängern die Kopie des Arbeitsvertrages, bei Leistungsempfänger die Angemessenheitsbescheinigung, bei Selbstständigen der Einkommenssteuerbescheid oder die BWA.


Eine große Hilfe ist hier die SCHUFA. Entweder der Mietinteressent reicht nach Besichtigung der Immobilie und seiner Bekundung eines Anmietungswunsches seine Eigenauskunft mit der Selbstauskunft ein, oder gestattet dem Vermieter oder Makler die Einholung der SCHUFA Auskunft, bei Selbstständigen und gewerblichen Mietern die CREFO-Auskunft.

Eine weitere große Hilfe bei der Bonitätsprüfung von Mietern ist die Zuarbeit des Vorvermieters. Hier sollten alle Vermieter ehrlich mit der Auskunft über die jetzigen Mietverhältnisse sein um Mietnormaden nicht noch mehr Spielraum zu geben und „lästige“ Mieter nicht wegzuloben. Auch Sie als Vermieter wollen eine pünktliche und korrekte Mietzahlung vom nächsten Mieter erhalten.

Ehrlich währt am Längsten, auch in einem Mietverhältnis

Sollten negative Merkmale in der SCHUFA oder CREFO stehen, kann ein Vermieter oder sein Makler auch aufklärendes Gespräch mit dem Mietinteressenten führen, wenn dieser von vorn herein offen damit umgeht. Ein persönliches Wort hilft Brücken zu bauen und Verständnis hervor zu bringen. Nicht jeder Interessent mit negativen Einträgen ist ein potentieller Mietschuldner. Diese Einträge richtig zu interpretieren und daraus ein persönliches und wirtschaftliches Risikoprofil des Bewerbers abzuleiten, bedarf großer Erfahrung.

Citymakler prüft die Bonität besonders genau und kann die vorliegenden Daten rechtssicher analysieren. Wir holen bspw. Auskünfte von SCHUFA und von Creditreform ein, womit wir deutlich über dem Branchenstandart liegen. Für Kunden mit Maklervertrag ist dieser Service inklusive. Sie können die Bonitätsprüfung aber auch einzeln bei uns buchen. Preise und Details finden Sie unter Bonitäts-Check.

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